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Austauschschüler fühlten sich wohl

In kurzer Zeit viele Freundschaften geknüpft

 21 Französische Gäste an der Gesamtschule Mücke

Noirmoutier ist eine Insel am französischen Atlantik. Sie ist seit 1971 mit dem Festland durch eine Brücke verbunden. Die Insel besteht aus zehn Dörfern und vier Städten. Die Insel wird oft als die „Insel der Mimosen“ bezeichnet. Sie hat ein mildes Klima und ermöglicht deshalb Mimosen, auch im Winter zu wachsen und zu blühen. Noirmoutier ist nicht nur für seine Strände, seine Schönheit und das milde Klima, sondern auch für Kartoffeln und Gemüse berühmt. In diesem Jahr besuchten 21 Kinder von der Insel die Mücker Schüler und vom nahegelegenen Festland und zwar aus Saint- Jean-de- Monts. Die Stadt liegt am Beginn der Côte de Lumière. Saint-Jean-de-Monts ist durch eine mit Pinien bepflanzte Dünenlandschaft in zwei Teile geteilt, welche die Stadt von Norden nach Süden durchläuft. Das Herz der Stadt liegt östlich der Dünenlandschaft, während das Meeresufer westlich davon liegt. Beide Teile sind durch den mindestens 200 Meter breiten Wald getrennt und lediglich durch Wanderpfade und einige Alleen miteinander verbunden. Der Strand ist der Magnet der Stadt und genießt aufgrund seiner Länge von acht Kilometern, seiner freien Zugänglichkeit und der niedrigen Wellenhöhe einen hervorragenden Ruf. Tatsächlich verhält sich das Meer meist ruhig und steigt nur langsam aufgrund der nur sehr schwach steigenden Sanddünen, die im seichten Wasser beginnen. Bei einer starken Ebbe zieht sich das Meer sehr weit zurück und bietet für Sportler aller Art und für Fischer zu Fuß einen idealen Platz. Die französischen Schülerinnen und Schüler kamen in Begleitung ihrer Lehrerin Wiebke Jolivet und ihrem Kollegen Frederic Musquer per Bus und Nachtfahrt nach Mücke. Dieser Austausch wird in Mücke von Lehrerin Katrin Müller betreut. In diesem Jahr findet der Austausch zum fünften Male in Folge statt. Dieser Art von Schüleraustausch ist eine Kombination aus Sprach-, Kultur- und einer Sportreise. Man lernt das Leben in einer deutschen Familie kennen und sieht auch die deutschen Städte. Es ist ein Blick über den Tellerrand. Viele der französischen Schülerinnen und Schüler, waren noch nie in Paris und haben also solche Metropolen, wie eben auch Frankfurt, noch nie gesehen. Die französischen Kinder sind alle aus der 8. Klasse und wohnen bei ihren Gasteltern. Am Montag wurden die französischen Kinder mit einem deutschen Frühstück begrüßt, dann ging es in den Schulunterricht. Am Dienstag wurde die Metropole Frankfurt per Stadtbesichtigung besucht. Ein weiteres Ziel war dort das Senckenbergmuseum. Die französischen Kinder waren echt begeistert. In ihrem Buch für den Deutschunterricht nimmt die Stadt Frankfurt und das Senckenbergmuseum großen Raum ein. Umso schöner war es für die Schüler, die Stadt einmal nah zu spüren. Der Mittwoch wurde die Historische Stadt Marburg besucht. Diese facettenreiche Unistadt hat die Kinder auch ganz in ihren Bann gezogen. Das Mathematikum in Gießen war auch voller Faszination. Sportlich wurde sich auch gemessen. Die Jungs spielten Fußball und Volleyball und die Mädchen gaben sich ganz dem Zumba hin. Das Rhönrad-Turnen wurde den Kindern dann in Groß-Eichen in der Turnhalle noch gezeigt. Solche Riesen-Räder hatten sie noch nicht gesehen. Am Freitag hieß es dann wieder Abschied nehmen. Abends hatten die Eltern ein großen Abschiedsbüffett vorbereitet und manche freuten sich auf die Heimreise und andere trauerten auch. In der letzten Septemberwoche starten dann die Mücker Schüler der GSM zu ihren neuen Französischen Freunden.

 PS: Die französischen Schüler beneiden die deutschen Schüler um ihre Freiheiten. In Deutschland gehen die Schüler alleine in ihren Klassen, in Frankreich wird sich am Schulhof klassenweise gesammelt und die Lehrkraft holt ihre Schüler ab. Auch darf während des Unterrichts nichts getrunken werden. In Deutschland werden die Lehrer mit dem Nachnamen angesprochen und in Frankreich sagen die Schüler nur „Madame“ und Monsieur“. Dieses waren die auffälligsten Unterschiede, die den französischen Schüler aufgefallen sind.