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Rund ums Essen

Ernährungsberatung an der Gesamtschule Mücke -
von Klein auf die Gesundheit stärken

Übergewicht und ernährungsbedingte Erkrankungen sind heute aktueller wie nie zuvor. „Schon 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen bringen zu viele Pfunde auf die Waage. Mit dem Alter nimmt der Anteil der Übergewichtigen dramatisch zu. Beim Eintritt ins Rentenalter sind heute sieben von zehn Frauen und Männern zu dick. Und der Anteil der Fettleibigen wächst. Die Kluft zwischen dicken und dünnen Deutschen wird immer größer.“ Ilse Aigner denkt auch, dass gerade junge Menschen bei der Auswahl von gesunden Lebensmitteln total überfordert seien. In der Schule sollten Ernährungsthemen in den Unterricht und die Lehrpläne integriert werden.

Eine kindgerechte und bewusste Ernährung wurde am Freitag, dem 08.04.2011 in der Gesamtschule Mücke in der Klasse 5a thematisiert. So stellte Frau Marina Ruppel, Ernährungsberaterin und Arzthelferin in einer Kinder- und Jugendpraxis, verschiedene Lebensmittel vor und verdeutlichte den Kindern, wie viel Zucker und Fett in den Lebensmitteln enthalten ist. Ihre kindgerechte Darbietung ermöglichte es den Kindern, die Zusammensetzung ihrer Nahrung zu verstehen. So arbeitete sie mit den Begriffen „Diesel“ und „Super“, die die Kinder täglich über ihre Ernährung zu sich nehmen. Unter dem Kraftstoff „Super“ verstand sie besonders gute Kohlenhydrate (in Form von Nudeln, Reis, Kartoffeln und Getreideprodukten). Diese seien die Sattmacher und würden wertvolle Kraft und Energie liefern, um im Schulalltag die Konzentration zu stärken. Auch sollten Obst und Gemüse fünf Mal am Tag verzehrt werden, da diese neben schöner Haut und schönem Haar auch wichtig für die Gesundheit seien. Den Begriff „Diesel“ verwendete sie für Nahrungsmittel, die man nicht so oft zu sich nehmen sollte. Hierzu zählen Fleisch, Süßigkeiten oder beispielsweise Softdrinks.

Das Sprungbrett für einen guten Start in den Tag sei ein ausgewogenes Frühstück, denn ohne Frühstück besteht die Gefahr, dass Kinder oder Erwachsene vor allem abends einen richtigen Heißhunger entwickeln. 6 von 27 Schüler/innen gehen sogar ohne Frühstück in die Schule, weil entweder die Zeit zu knapp bemessen ist oder der Hunger noch nicht vorhanden sei. Hier wird vor allem an alle Eltern appelliert, die darauf achten sollen, dass ihre Kinder morgens ein gesundes und nahrhaftes Frühstück zu sich nehmen sollten. Dieses kann z.B. aus einem selbst zusammengestelltem Müsli und einem Jogurt bzw. Milch mit Obst bestehen.

Das Thema Flüssigkeit war für die Ernährungsberaterin ebenso wichtig. Jedes Kind sollte mindestens 1,5l Flüssigkeit in Form von Wasser, Saftschorlen oder Tee am Tag zu sich nehmen. „Am besten sollte man Durst gar nicht erst entstehen lassen“, sagte die erfahrene Arzthelferin. Meiden sollte man hingegen Softdrinks bzw. Fruchtnektare, da diese oftmals mit Wasser verdünnt sind und nur noch einen Fruchtanteil von 6 bis 50% enthalten. Auch der Biologielehrerin, Frau Greb, ist aufgefallen, dass bei den Kindern keinerlei Bewusstsein für gesunde Getränke herrscht. Viele Kinder bringen 1,5l Softdrinks mit in die Schule und ihnen ist gar nicht bewusst, dass sie somit viel Zucker in flüssiger Form zu sich nehmen, was Übergewicht zusätzlich begünstigt. In diesem Zusammenhang zeigte Frau Ruppel auch auf, dass ein erhöhter Zucker- und Fettkonsum zu ernährungsbedingten Erkrankungen führen kann (z.B. Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall). Auf die Frage hin, wessen Opa oder Oma bereits einen Schlaganfall erleidet haben, reagierten die Schüler/innen sehr betroffen.

Dass gesunde Ernährung nicht immer schlecht schmecken muss, erlebten die Kinder mit Hilfe von selbstgebackenen Haferflockenplätzchen. Einen „AHA-Effekt“ erzielte aber auch die Verdeutlichung der Zuckerbestandteile in den Lebensmitteln. So zeigte die Ernährungsexpertin den Kindern, wie viel Zucker in den verschiedenen Lebensmitteln enthalten ist. Besonders bei fettreduzierten Milchprodukten ist den Verbrauchern oftmals gar nicht bewusst, wie viel Zucker in solchen Lebensmitteln enthalten ist. Somit sollte man schon beim Einkauf auf eine bewusste und naturbelassene Ernährungsweise achten, denn nur durch eine ausgewogene Lebensweise der Eltern können sich Kinder auch dementsprechend verhalten.

Falls Sie weitere Informationen zum Thema gesunde Ernährung erhalten wollen, können Sie gerne Frau Ruppel unter der Telefonnummer 0151-15687531 kontaktieren.

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